Rennrad und Klickschuhe

Schwarz war’s, mein erstes Rennrad, und hat, weil ich meinem neuen Hobby immer noch nicht so ganz über den Weg traute, nicht mehr als 500.- € gekostet. Damit konnte ich nun meine ersten Erfahrungen machen. Das war wichtig, denn ich hatte keine Ahnung und keinen, der mir was erklärt hätte. Die ersten Fragen zur kombinierten Gangschaltung und Bremse beantwortete der Support von fahrrad.de.

Dann kamen die Klickschuhe an die Reihe. Welches Pedal passt zu welchem Schuh, welche Standards gibt es da und vor allem: Wie fährt man mit diesem Teil? Da waren die ersten Recherchen fällig. Immer wieder erstaunlich, wie weit man mit stumpfen Suchanfragen wie „Was man über Klickschuhe wissen muss“ kommt. Dann kam der Tag, wo ich mich mit den Dingern zum ersten Mal auf die Straße traute. Es ging eigentlich ganz gut, außer dass ich einmal in der Pause nach links fiel, einmal an der Ampel nach rechts. Das fühlte sich wie Laufen Lernen an. Nur dass du halt nicht mehr 2 bist und dein Boppes 25 cm vom Boden entfernt, sondern 50 und 1,50 m hoch. Entsprechend – äh – unflexibler stellt man sich halt an. Langsam verlierst du das Gleichgewicht, weißt schon was kommt, weil die Schuhe an den Pedalen kleben und – ZACK – liegst du mit deinem ergrauten Haupt auf der Schnauze! Aber ich hatte Glück. Man liest von komplizierten Ellbogen-Brüchen durch diese Stürze, das blieb mir alles erspart. So insgesamt hat es mich auf diese wenig heldenhafte Art vier oder fünf Mal hingesemmelt. Dann waren die Pedale richtig eingestellt und ich kam mit den Dingern klar!

Von Katrin Hoyte stammt folgender Tipp: Ich sass auf dem Rad, habe mich mit einer Hand am Verkaufstresen festgehalten und Ein- und Ausklicken geübt. Scheint geklappt zu haben! Mehr Infos bei @kaeterakete 🙂

Damit waren alle Hindernisse beseitigt. Helm, Handschuhe, Flasche, Handy, 20 € für Notfälle und los ging’s! Ich habe die ersten Fahrten, immer so zwischen 30 und 50km, in toller Erinnerung. Meinem Körper ging’s besser, ich konnte wieder gut schlafen und entdeckte ganz nebenbei immer wieder schöne Ecken in meiner mittelhessischen Umgebung.

Sarnau bei Marburg

Sarnau bei Marburg

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2 Kommentare

  1. ein paar mal muss man schon auf die gosch’n (=auf’s maul) fliegen, weil man zu spät oder gar nicht ausklickt… sonst ist man kein echter rennradfahrer 😉

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