Vattenfall Cyclassics 2012

Den Flash des ersten Rennens von 2011 würde ich nicht mehr erleben, das war mir klar. Aber neben dem Spaß gibt es für Leute wie mich, die übers Jahr oft alleine fahren, erhebliche Vorteile:

  • Ich habe ein Highlight, auf das ich hin trainieren kann
  • Die Zeit, die ich fahre, wird gemessen
  • Ich kann mir deshalb Ziele setzen, das motiviert!
  • Auf der Radmesse an der Alster kriege ich mit, was es so Neues gibt
  • Und natürlich: der Spaß mit meinen Freunden.

Deshalb habe ich mich nach 2011 sofort wieder für die Cyclassics angemeldet, schlenderte 2012 entspannt durch die Bike-Messe, kaufte ein paar neue Radlerklamotten, ließ mir von Roadbike.de ohne viel Gegenwehr ein Abonnement aufschwätzen ☺ und ging dann am Sonntag mit meinen Freunden Klaus und Thomas an den Start (100 km). Als Ziel hatte ich mir diesmal gesetzt, zwei Sekunden im Durchschnitt schneller zu werden. Das ist vielleicht nicht viel. Aber du musst dir klarmachen: In meinem Alter reden die Leute nicht darüber, ihre Kondition aufzubauen, sondern darüber, wie man einen Herzinfarkt vermeidet. Also musst du’s langsam angehen. Immer schön auf deinen Körper hören. Aber eben auch die Chance nutzen, langsam und stetig aufzubauen. Ich wusste, dass ich etwas mehr trainiert hatte als 2011, aber auch nicht übermäßig. Schließlich habe ich einen anstrengenden Job, vier Kinder und eine süße Frau (das habe ich, glaube ich, schon mal irgendwo erwähnt … 🙂 )

Am Start: Claus links, Thomas rechts, ich in der Mitte

Am Start: Klaus links, Thomas rechts, ich in der Mitte

Also machte ich es wie 2011, fing langsam an und steigerte dann stetig. Dadurch, dass ich am Vortag einen Reifen hatte wechseln lassen und dann anscheinend die Laufrichtig nicht richtig hatte (Anfängerfehler!), waren auf meinem Node keine Geschwindigkeit und auch keine Trittfrequenz zu sehen. Ich fuhr also „blind“ und rein nach Herzfrequenz. Das war vielleicht gar nicht schlecht. So blieb ich einfach bei meinen Fähigkeiten und einer Herzfrequenz von ungefähr 150 bis 155 und schaute, wie lange ich das durchhielt. Dass es mir so schien, die Verpflegungsstation wäre diesmal früher, nahm ich als gutes Zeichen. Der Powercut kam wieder, aber diesmal etwas später, so bei KM 75 oder 80. Trotz der Hitze – es sollen 39 Grad gewesen sein – hatte ich diesmal Gott sei Dank keinen Krampf. Meine zwei Liter, angereichert mit ISOTON Aktiv3 von Sanct Bernhard Sport (Geschmack Pfirsich-Maracuja!), das ich tags zuvor gekauft hatte, reichten völlig aus, alle 20 Minuten ein paar Schluck – aktiv3.de . Der Zusatz hat sich in Kombi mit Bananen super bewährt und geht mir viel besser durch die Kehle als die sehr wenigen Gels oder die vielen Riegel, die ich kenne.

Die letzten fünfzehn Kilometer fuhr ich dann am absoluten Limit bei Herzfrequenz 160 und darüber und kam entsprechend glücklich und fertig an. Thomas simste mir meinen Durchschnittsgeschwindigkeit, die schon online war: 33,6 km/h! Ich konnte es kaum glauben. Das war noch vor zwei, drei Jahren völlig außerhalb der Vorstellungskraft gewesen!

Die letzten Meter bei 39 Grad

Die letzten Meter bei 39 Grad

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