Dankbarkeit – Ride with a smile on your face

Was machst du, wenn du nicht mehr kannst? Wenn die Muskeln schmerzen und die Puste ausgeht? Wenn du dich verkrampfst und dein Körper schreit: Ich mag nicht mehr! (Mich interessiert, was du machst – schreib’s mir!) Ich jedenfalls lächle. Ja! 🙂 Ich entspanne mich und lächle! 🙂 🙂 Und werde schneller dabei … Hallo??? Erklärung bitte!! Hier kommt sie:

  1. General Manager Aldo Diaz und Knurpselknie!

    Smiling mit Aldo!

    Von einem amerikanischen Radspezi habe ich mal eine Email bekommen, die mit dem Satz endete: Ride Strong, Ride Safe, Ride with Smile on Your Face. Das hat mir gefallen. Bei Hermes, dem schnellen Götterboten, was ich mache, mache ich doch freiwillig! Soll ich da meine Umwelt mit verzerrten Gesichtszügen behelligen? Nein! Ich quäle mich doch absichtlich ein wenig, damit mir morgens der Kaffee wieder schmeckt! So ein paar schmerzhafte  Erfahrungen können in einem ansonsten durch Überfluss geprägten Leben wirklich nicht schaden. Und wenn die Muskeln zwicken, dann denke ich daran und lächle. Danke, Aldo, für deine Email!

  2. Glaub’s oder glaub’s nicht: Lächeln entspannt. Wenn du einen Punkt erreichst, wo du nicht mehr kannst, hast du die ganze Zeit gedacht: Schneller, Tempo, drücken, treten! Und das macht dich mal im Spurt schneller, aber nicht auf Dauer. Das verkrampft, das führt zur Anspannung einer Menge Muskeln, die mit dem gewünschten Bewegungsablauf leider gar nichts zu tun haben. Und schwupp! – schon kommen die kleinen Kraftwerkchen in deinen Muskeln mit der Energieproduktion nicht mehr hinterher. Da hilft nur eins: Lächeln! Wenn du lächelst, dann denkst du nicht mehr: Schneller, du Mistkörper! Siehst du nicht? Der andere ist schneller! Warum bist du so langsam? Nein, wenn du lächelst, dann denkst du: Danke! Danke, dass ich mich so verausgaben kann! Danke, dass ich nicht mit irgendeinem Krebs im Bett liege! Danke, dass meine Lungen voller Luft sein können! Danke, dass ich bislang noch nicht auf die Schnauze geflogen bin! Und schon bist du glücklich, schüttest ein paar Endorphinchen in die Waden und – hui – ab geht die Post! Die Mitochondrien schicken noch eine Dankesemail ans Hirn, nehmen ihre Arbeit wieder auf und das Treten fällt wieder leicht! Und der andere sieht dich nur noch von hinten …
  3. Im Endspurt lächeln und aus der Mitte fahren

    Im Endspurt lächeln und aus der Mitte fahren. Wenn ich lächle und dabei Gas gebe, schaue ich typischerweise nach unten. Das entspannt! Ich werde schneller! Und ich bin ganz bei mir!

    Lächeln hilft mir außerdem, aus der Mittel heraus zu fahren. Darüber habe ich schon an anderer Stelle geschrieben. Aber vielleicht interessiert es dich zu erfahren, dass ich das weiter – aus meiner subjektiven Sicht – mit Erfolg praktiziere. Die Sache ist die: Als ich vor ein paar Jahren mit Radfahren anfing, hatte ich jeweils nach einer halben Stunde Schmerzen – im Nacken, im unteren Rückbereich (Rennrad-Haltung), manchmal Taubheit in den Händen. Ok, reden wir mal über Schmerzen im Ausdauersport. Am Tag, als André Greipel auf der Tour der Schmerzen, pardon, Tour de France die Etappe in Paris gewonnen hatte, schrieb er auf seinem FB Account: „Ich hatte den ganzen Tag Schmerzen im linken Knie.“ Daraus lernen wir: Ausdauersport ohne Schmerzen gibt’s nicht. Und auch mit Schmerzen kannst du gewinnen. Frag André. So. Das Problem ist, dass Schmerzen zu Verkrampfung führen in den Muskeln und zu Angst im Kopf. Was machst du? Lächeln! Und aus der Mitte fahren! Beides gehört zusammen. Denke nicht: Schneller! Denke: Leichter! Aus der Mitte! Aus dem Power-House, wie die Pilates-Leute sagen. Durch ein wenig Kraftsport, Rumpftraining und – äh, ja – Lächeln gingen meine Schmerzen mit der Zeit zurück! Beim Fahren aus der Mitte geht meine Herzfrequenz leicht zurück, die Geschwindigkeit nimmt zu. Das sehe ich an meinen Daten. Deshalb: Steure deine Bewegungen aus der Mitte und lächle. Denn in der Mitte deines Seins ist Kraft. Kraft, die nicht dadurch frei wird, dass du dich vergleichst und verkrampfst. Sondern Kraft, die in der Mitte deines Seins liegt, im Glück zu sein, im Einssein mit dem Sinn deines Körpers. Du – als Körper – bist  dazu geschaffen, dich zu bewegen, zu verausgaben, an die Grenzen zu gehen. Das hat schon eine spirituelle Dimension.

Als ich wusste: Ich bin über der Ziellinie und ich habe mein persönliches Ziel von ø 35 km/h übertroffen, wow, da gab’s eine Extraportion Endorphin-Bier an der Theke meines Herzens. Erdinger war nichts dagegen. Ich war komplett high. Ein Kollege, der neben mir fuhr, sah mein Gesicht und meinte: „Alles klar bei dir?“ „Ja“, keuchte ich, „alles klar. Ich bin nur glücklich.“ (Danke fürs Nachfragen, wer immer du warst!) Und ans Lächeln musste ich gar nicht mehr denken. Das kam ganz von selber, noch Tage danach. 🙂 🙂 🙂

Advertisements

2 Kommentare

  1. […] Dankbarkeit – Ride with a smile on your face […]

  2. […] Fazit: Viele wertvolle, ja unbezahlbare Vorteile für – aus meiner Sicht – relativ wenig Aufwand. So – just do it!!! And do it with a smile on your face! […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: